Eine Holdingstruktur ist ein Konzernaufbau, bei dem eine Muttergesellschaft (meist eine GmbH oder UG) ausschließlich Beteiligungen an operativen Tochtergesellschaften hält. Die Holding produziert nicht selbst — sie verwaltet, finanziert und steuert.
Was ist der steuerliche Vorteil?
Wenn die operative Tochter-GmbH Gewinne an die Holding ausschüttet oder die Holding ihre Beteiligung verkauft, sind die Erträge nach § 8b KStG zu 95 % körperschaftsteuerfrei — effektiv werden nur 5 % als nicht abziehbare Betriebsausgaben behandelt. Steuerbelastung auf Holdingebene: ca. 1,5 % statt rund 30 % beim Direktdurchgriff.
Wann lohnt sich eine Holding?
- Reinvestition: Gewinne bleiben in der Holding und können steuerschonend in neue Projekte fließen
- Exit-Vorbereitung: spätere Anteilsverkäufe der Tochter sind in der Holding fast steuerfrei
- Risikoabschirmung: operative Risiken bleiben in der Tochter, das Vermögen sitzt sicher in der Mutter
Achtung: Der Aufbau verursacht Notar-, Beratungs- und laufende Buchhaltungskosten. Erst ab planbaren sechsstelligen Jahresgewinnen lohnt sich der Aufwand. Verwandt: Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer.


