Steuerlexikon

Rechnungsabgrenzungsposten

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Rechnungsabgrenzungsposten (RAP) sorgen dafür, dass Aufwendungen und Erträge dem wirtschaftlich richtigen Geschäftsjahr zugeordnet werden — das nennt sich periodengerechte Gewinnermittlung. Geregelt ist das in § 250 HGB und § 5 Abs. 5 EStG.

Wann brauchst du einen aktiven RAP?

  • Aktive RAP (ARAP): Auszahlung vor dem Bilanzstichtag, Aufwand betrifft das Folgejahr
  • Klassiker: Versicherungsprämie für 12 Monate, die im Dezember gezahlt wird
  • Kfz-Steuer für ein volles Jahr, geleistet im laufenden Wirtschaftsjahr
  • Disagio bei Darlehen — Aufwand verteilt sich über die Laufzeit

Was sind passive Rechnungsabgrenzungsposten?

Passive RAP (PRAP) bildest du, wenn du Einnahmen erhältst, der Ertrag aber das Folgejahr betrifft. Typische Beispiele: Mieten, die du im Dezember für Januar bekommst, oder vorausgezahlte Wartungsverträge. Tipp: Kleinbetragsregelung beachten — bei geringfügigen Beträgen darfst du auf den RAP verzichten, was Buchhaltung und Jahresabschluss spürbar entlastet. Verwandt: Rückstellungen, Jahresabschluss.

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Kar Heinz